Der Schritt von der Theorie in die Praxis ist in einer Ausbildung immer etwas Besonderes. Genau diesen Schritt durfte ich zu Beginn meines zweiten Lehrjahres machen, als ich in die Disposition wechselte. Einen ersten Einblick hatte ich bereits kurz vor den Sommerferien erhalten, offiziell gestartet habe ich jedoch Ende August.
Am Anfang war ich ehrlich gesagt ziemlich überfordert. Plötzlich musste ich mir sehr viele Informationen merken: Welcher Chauffeur welches Fahrzeug fährt, welche Touren anstehen, an welchen Tagen Lieferungen erfolgen und welcher Lastwagen für welchen Auftrag eingesetzt werden kann. Da mein Gedächtnis nicht gerade meine grösste Stärke ist, brauchte ich etwas Zeit, um mich in diesem neuen Umfeld zurechtzufinden. Mit der Zeit wurde es jedoch immer einfacher, und heute finde ich mich deutlich schneller zurecht.
Gemeinsam mit meinem Berufsbildner Markus Schuwey haben wir die Aufgaben aufgeteilt. Ich kümmere mich hauptsächlich um Langholztransporte der Spenglerei, um Blechtransporte sowie um das gesamte Lager von Usinier. Dadurch kann ich mehr Verantwortung übernehmen und lerne die verschiedenen Transportaufträge, die täglich anfallen, immer besser kennen.
Spannend war für mich auch die Mitarbeit bei der Vorbereitung eines CZV-Kurses, der am 26. September und 10. Oktober stattfindet. Die Organisation läuft noch, aber bisher verläuft alles nach Plan. Dabei habe ich erfahren, wie viele Schritte notwendig sind, bis ein Anlass überhaupt durchgeführt werden kann, und wie viel Arbeit bereits im Hintergrund geleistet wird.
In den vergangenen Wochen konnte ich mich zudem in verschiedenen Bereichen weiterentwickeln. Einerseits trainiere ich mein Gedächtnis, andererseits höre ich im Büro genauer zu und versuche, Zusammenhänge besser zu verstehen. Ich beteilige mich stärker an den täglichen Aufgaben und möchte nicht nur wissen, was gemacht wird, sondern auch warum.
Nach meinen ersten zwei Monaten in der Disposition ziehe ich eine positive Bilanz. Ich fühle mich sicherer, arbeite selbstständiger und bin stärker in die Abläufe eingebunden. Die kleinen Erfolge im Alltag motivieren mich, weiterzulernen und mich als Kaufmann in der Transportbranche Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Euer Martim
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