Sharons Kolumne "Mission Traumjob" Rückwärts aus der Komfortzone

21. September 2026

Die Tage werden wieder kürzer, der Herbst steht vor der Tür und wie immer gibt es einiges zu erzählen.

Wie bereits erwähnt, habe ich inzwischen die LKW-Prüfung bestanden. Nun hatte ich meine ersten Fahrstunden mit dem Drehschemel-Anhänger. Dabei musste ich feststellen, dass das Rückwärtsfahren um einiges schwieriger ist, als es aussieht. Der Anhänger macht einfach nicht das, was ich will! Mein Fahrlehrer meint jedoch, dass dies am Anfang ganz normal sei und ich mich nicht entmutigen lassen soll. Anfangs schien es für mich fast unmöglich. Mittlerweile bin ich zuversichtlich, dass auch das mit etwas Übung irgendwann leichter wird.

Neben den Fahrstunden schaue ich mich momentan so ziemlich überall um. An manchen Tagen begleite ich erfahrene Chauffeure im Stückgut- und Food-Bereich. Das ist immer sehr spannend und man lernt viele Dinge, die mir später im Arbeitsalltag helfen. An anderen Tagen fahre ich selbst Touren mit dem Lieferwagen oder auch ab und zu allein mit dem LKW.

Die ersten Male war ich sehr nervös. Besonders das Zufahren bei neuen Kunden und allgemein das Bewegen eines so grossen Fahrzeugs allein waren zunächst ungewohnt. Allerdings legte sich die Unsicherheit schnell. Wenn man nicht weiterweiss, kann man einfach fragen, wie es die anderen Fahrer machen.

Vor dem alleinigen Fahren habe ich allerdings immer noch Respekt. Das finde ich aber gar nicht so schlecht, denn ich bin der Meinung, dass Respekt in diesem Beruf sehr wichtig ist. Natürlich sollte man keine Angst vor seinem Fahrzeug haben, aber ein gesundes Mass an Respekt ist besser als sich zu überschätzen und so unnötige Risiken einzugehen. Schliesslich trägt man eine grosse Verantwortung.

Abschliessend kann ich sagen: Die Ausbildung macht mir auch nach einem Jahr immer noch sehr viel Spass. Es gibt viele Herausforderungen, das frühe Aufstehen und die teilweise langen Arbeitstage sind nicht ohne. Natürlich gibt es auch stressige Tage, aber es lohnt sich! Man sieht viele schöne Orte, reist durch die ganze Schweiz und trifft viele tolle Leute.

Wer kann schon von sich behaupten, den ganzen Tag vor seinem Bett zu sitzen, aus dem Fenster zu schauen und dafür bezahlt zu werden?

Bis bald!

Eure Sharon